Madrid! Zu genießen – aber mit Vorsicht!

27 11 2009

Madrid liegt nur ca. 2 3/4 Busstunden von Salamanca entfernt. Bisher kannte ich von der drittgrößten Hauptstadt Europas – Berlin hat allerdings nur unwesentlich mehr Einwohner - nur den Flughafen Barajas und den Busbahnhof Estación Sur. Jetzt kenne ich die Metro, die Innenstadt, zwei Hostels, den Palacio Real, die Catedral de Santa María la Real de Almudena, die Plaza Mayor, die Puerta del Sol, die Plaza de Cibeles mit dem gleichnamigen Brunnen, den Palacio de Comunicaciones, das Estadio Santiago Bernabeu, ¡Rammstein von Angesicht zu Angesicht!, das Museo del Prado und – die Polizeistation Nuevos Ministerios inklusive Polizeibeamte und verdeckte Ermittler.

Und genau das ist die Kehrseite der Großstadt Madrid: Taschendiebe – überall, besonders in überfüllten Metrostationen. Solchen sind wir leider zum Opfer gefallen und kamen so in den Genuss, uns mit Madrider Polizisten rumzuschlagen. Die sind zwar sehr nett, sprechen aber allesamt kein Englisch (“Ihr arbeitet bei der Polizei in einer europäischen Großstadt? ¿Qué pasa?”). Wir bzw. ich haben uns also auf Spanisch durchgekämpft. Ging auch ganz gut. Hoffnung etwas von den gestohlenen Sachen zurückzubekommen, besteht aber keine. Deshalb wird in Zukunft wohl Vorsicht die Mutter der Porzellankiste sein…

Wo es eine Kehrseite gibt, muss natürlich auch eine Seite vorhanden sein - was Madrid angeht, sogar sehr viele schöne Seiten. Ich hab noch nie so hohe Häuser mit so aufwendig verzierten Fassaden mitten in der Innenstadt gesehen. Ecken haben die Häuser keine, sind stattdessen abgerundet und in die Straßen eingepasst. Was bedeutet, dass es kaum Bauwerke mit Wänden gibt, die im 90-Grad-Winkel zueinander stehen. Wie sichs in so einer scheppsen (Anm. d. Red. = schief – Ist schepps ein deutsches Wort?) Wohnung mit runden Ecken lebt, würde mich sehr interessieren…
Sehenswürdigkeiten hat Madrid auch einige zu bieten. Da ist es wohl besser, Bilder sprechen zu lassen. Guckt ihr hier…

Und jetzt von links oben nach rechts unten… Der Palacio Real war früher Residenz des spanischen Königs. Juan Carlos, der Thronfolger Felipe und die königliche Familie wohnen heute ein bisschen außerhalb der Stadt. Der Palacio Real hat tausende von Sälen und Zimmern, von denen um die 50 besichtigt werden können, außerdem die ehemalige königliche Hofapotheke und die Waffensammlung. Für Studenten ist die Besichtung recht günstig. Früh Aufstehen lohnt sich. Als wir den Palast um halb zwölf verlassen haben, war dort eine Schlange ähnlich der vor dem Berliner Reichstag.
Die Almudena-Kathedrale gehört zu den schönsten Kathedralen, die ich je gesehen hab. Liegt bestimmt daran, dass sie so anders ist als alle Catedrales in Spanien: hell und farbenfroh. Der Eintritt ist kostenlos.
Die Puerta del Sol wird von den Madrilenen oft auch als der Nabel der Welt gesehen und ist einer der bekanntesten und meistbesuchtesten Plätze der Stadt.
Die Plaza Mayor ist zwar ganz nett. Die in Salamanca ist aber um einiges schöner. :-)
Der Palacio de Comunicaciones hat mir von den Palästen in Madrid am besten gefallen. Er liegt direkt am Plaza de Cibiles mit dem berühmten Brunnen – ein sehr beliebtes Postkartenmotiv. Nur schade, dass der Platz so befahren ist und man nicht an die Fuente de Cibeles rankommt.
Und zuletzt das Museo del Prado. Auch für mich, der ich nicht gerade mit dem größten Verständnis für Kunst gesegnet bin, waren die Kunstwerke teils sehr beeindruckend. Ein paar wenige hab ich sogar gekannt. Das Beste – Studenten der EU kommen zu jeder Zeit umsonst in das Museum rein. So soll wohl das Interesse für Kunst bei der jüngeren Generation geweckt werden. Hat jetzt trotz allem nicht vollständig geklappt…

Mein Madrid-Hightlight war das Rammstein-Konzert im Palacio de los Deportes. 16.000 Menschen, überwiegend Spanier, aber auch Deutsche, Engländer, Russen und und und, waren gekommen, um die Rammsteiner live zu erleben. Der Hammer! Super Liedauswahl – fast alles dabei, mega Show – mit Feuer und Schnipsel von der Decke und Schlauchboot, das von der Menge getragen wurde, und lustige Spanier, die die deutschen Texte in ihrer ganz eigenen Art zum Besten gaben. Jederzeit wieder!!


Aktionen

Information

Eine Antwort

27 11 2009
Sebbo

So ein schepses Rammstein-Konzert würd ich mir auch mal liebend gern antun!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Log Out / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Log Out / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Log Out / Ändern )

Verbinde mit %s




Follow

Get every new post delivered to your Inbox.