¡Vamos a Segovia!

23 10 2009

Fragt man einen Spanier, welche Städte sich für einen Tagesausflug von Salamanca aus am besten eignen, ist Segovia immer eine der erstgenannten. Es war also nicht weiter verwunderlich, dass wir uns für unseren zweiten Ausflug das gut 55.000-Einwohner-Städtchen ausgesucht haben. Am vergangenen Samstag hieß es also früh aufstehen und mit dem Bus in knapp drei Stunden nach Segovia fahren. Um 8:30 Uhr ging es schon los. Die zwei Stunden weniger Schlaf haben sich aber wirklich gelohnt!

Unser Trip in Fakten…

  • Lage: Segovia liegt etwa 90 Kilometer nordwestlich von Madrid. Von Salamanca aus sind es circa 180 Kilometer. Trotz der relativ geringen Entfernung, ist die Landschaft rund um Segovia eine ganz andere. Während man in Salamanca kilometerweit oft nichts als nichts sieht, hat man in Segovia Bäume, ganze Wälder und Berge im Blick. Von der ungefähr 1000 Meter hoch gelegenen Stadt aus, lässt sich am Horizont schon die Sierra de Guadarrama erkennen. Die Gipfel der Bergkette sind im Winter sogar mit Schnee bedeckt.
  • Sights: Ganz schön beeindruckend!, hab ich gedacht, als ich den fast einen Kilometer langen und bis zu knapp 30 Meter hohen römischen Aquädukt zum erstem Mal gesehen habe. Zu seinen Glanzzeiten, ab dem ersten Jahrhundert n. Chr., versorgte er die Stadt aus dem 15 Kilometer entfernten Gebirge mit Wasser.
    Die gotische Kathedrale von Segovia ist auch wirklich schön anzuschauen. Sie wurde ab dem Jahr 1525 erbaut und sieht der Catedral Nueva von Salamanca ein bisschen ähnlich.
    Das touristische Highlight der Stadt ist der Alcázar, eine der bekanntesten Burgen Spaniens. Mit dem Bau wurde im 11. Jahrhundert begonnen und im Lauf der Jahre war der Alcázar immer wieder Sitz der spanischen Könige. Da die Burg eine Vielzahl kleiner Türme besitzt und auf einem Bergrücken erbaut wurde, erinnert sie etwas an das bayerische Schloss Neuschwanstein. Ausgestattet mit Audioguide haben wir das restaurierte Innere des Alcázar erkundet. Die originale Ausstattung der Säle wurde bei einem Brand leider zerstört. Zum Schluss ging es dann noch 150 Stufen hoch auf den Turm Juan II, von wo aus man eine herrliche Aussicht auf Segovia und die Umgebung genießen konnte.
  • Leute: Die Segovianos sind ganz klar auf viele Touristen aus aller Herren Länder eingestellt. Ab und an lässt leider die Freundlichkeit ein bisschen zu wünschen übrig. Während der Mann an der Touristinformation uns noch sehr nett erklärt hatte, wie wir am besten laufen müssen um keine der Sehenswürdigkeiten zu verpassen, war der Typ am Eingang des Alcázar sehr ungeduldig beim Ticketverkaufen; und im ersten Café hat man uns auch nach einer viertel Stunde Wartezeit nicht bedienen wollen. Schade.

Fazit: 3 Sterne für die Lage, 4 für die Sights und 3 Sterne Abzug wegen der Unfreundlichkeit. Macht 4 Sterne insgesamt und Segovia zu einem wunderschönen Reiseziel.

 

Acueducto Romano (x2), Catedral de nuestra Señora de la Asunción y de San Frutos (x2), Alcázar (x2), Blick über Segovia, Casa de los Picos, die Mädels mit was Süßem :-)


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